Berufungs-Philosophie – Was heißt Berufung?

Was heißt Berufung?

Was heißt Berufung und was ist die Berufung?

In guter sokratischer Tradition (SokratesBerlin) wollen wir vor allen weiteren Überlegungen und Vermutungen freilich zuerst klären:
1) Was heißt Berufung? – Worüber sprechen wir eigentlich, wenn wir von Berufung sprechen und
2) Was ist die Berufung? – Was das denn eigentlich ist, die Berufung!

Die Behandlung der ersten Frage findest Du gleich hier im Anschluss. Die Behandlung der zweiten Frage findest Du auf der folgenden Seite: Was ist die Berufung?

Was heißt Berufung? – Was nennen wir Berufung?

Natürlich! Über alle hier vorgestellten Gedanken können wir im Workshop oder in einem Coaching (Berufungs-Coaching) gerne diskutieren. Und schauen, was wir ändern und korrigieren müssen oder besser machen können.

Von einer Berufung sprechen wir doch, wenn ich mich nicht allzu sehr täusche, dann, wenn ein Mensch das, was er oder sie tut, nicht nur mit Leidenschaft tut, sondern geradezu mit Liebe (!) macht. Und niemals würden wir doch von einer Berufung sprechen, wenn jemand das, was er oder sie tut, mit Widerwillen tut, geradezu hasst und zu dieser Tätigkeit gezwungen wird oder gezwungen ist.

Berufung und Liebe – Die Liebe zur Berufung

Ganz allgemein: Was lieben wir? – Wir lieben das Gute und das Schöne. Und niemals könnten wir etwas lieben, wenn es nicht auch gut und / oder schön wäre. (Gesetzt: Das wahrhaft Schöne sei der sinnlich wahrnehmbare Ausdruck des Guten).

Was wir also tun, wenn wir unserer Berufung nachgehen, ist, dass wir etwas Gutes und Schönes verwirklichen, dass wir etwas Gutes und Schönes in die Welt bringen oder es erhalten und pflegen.

Berufung und Kreativität

Etwas Gutes und Schönes in die Welt bringen? – Kreativität!!!

Natürlich: Sobald wir etwas Gutes und Schönes in die Welt bringen, denken wir dabei an Kreativität. Und dann erleben wir auch Kreativität! Was sonst könnte glücklicher machen, eine größere Liebe entfachen, als kreativ zu sein? Als die Möglichkeit zu haben, kreativ zu sein? Oder gar, als die Pflicht zu haben, kreativ zu sein? Die Berufung zu haben, sich selbst zu verwirklichen?

Und gerne möchte ich auch nicht nur das Erschaffen des Guten und Schönen zur Kreativität rechnen, sondern auch den Erhalt des Guten und Schönen. Die Pflege des Guten und Schönen.

Die Pflege des Guten und Schönen

Denn wenngleich uns der Erhalt, der Unterhalt und die Pflege nicht als so künstlerisch und spektakulär erscheinen, so könnte es doch weder Gutes noch Schönes in unserer Welt der Vergänglichkeiten dauerhaft geben, wenn es nicht auch erhaltende, schützende und pflegende Hände und Geister gäbe. Man denke nur an alle Forscherinnen und Forscher, Bildungseinrichtungen und die Begleitung von Kindern! Auch hier erleben wir Selbstverwirklichung und natürlich auch die Möglichkeit, eine Berufung zu leben, wenn es denn passt.

Berufung und Selbstverwirklichung

Es ist schon ein großes Glück, wenn Einem oder Einer die Ehre zuteil wird, sich selbst verwirklichen zu können und zu dürfen. Wenn uns ein solches zu Ohren dringt, sind wir stets geneigt, nach den begleitenden Umständen zu fragen. Aber weder in unserem Berufungs-Workshop-Seminar noch in unseren Berufungs-Coachings wollen wir diese Frage stellen.

Statt dessen fragen wir lieber: Was ist der eigene Anteil, den diese Frau oder dieser Mann erbracht haben, damit sie in die glückliche, von den Göttern geliebte Lage versetzt wurden, eine Berufung zu leben, sich in einer Berufung selbst verwirklichen zu dürfen?

Denn das wollen wir ja erfahren, lernen und wissen: Wie komme ich in die Möglichkeit, meine Berufung zu leben, mich selbst zu verwirklichen?

Berufung und persönliche Entwicklung

Wenn wir von der Verwirklichung des Guten und Schönen sprechen, so ist unser Blick zu oft auf die Resultate, die Ergebnisse, die Werke, das erschaffene Gute und Schöne in der Welt gerichtet. Und viel zu selten geht der Blick nach innen! In die eigene Persönlichkeit!

Diesem Fehler wollen wir in unseren Berufungs-Workshops und Berufungs-Coachings keineswegs verfallen. Wir werden sehr wohl den Blick von außen auch nach innen richten und fragen: Was macht die Verwirklichung meiner Berufung auf lange Sicht mit mir selbst, mit mir als Person? – Werde ich erblühen oder werde ich verkümmern?


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